Optionale Stopps auf dem Weg von den Plitvicer Seen nach Split
Beim Verlassen von Plitvice verändert sich die Landschaft. Die dichten Buchen- und Tannenwälder der Lika-Hochebene öffnen sich allmählich, das Gelände wird flacher, und dann biegt die Straße südwärts zur Küste ab. Zwischen dem Nationalpark und Split liegen zwei Städte — und beide gehören zu jener Art von Ort, über die Reisende, die dort haltmachen, noch lange nach der Reise sprechen. Zadar: römische Steine, die Meeresorgel und Ihr erster Blick auf die offene Adria Zadar ist der Punkt, an dem die Route auf das Meer trifft, und es ist eine der unaufdringlich beeindruckendsten Städte an der kroatischen Küste. Die Altstadt liegt auf einer schmalen Halbinsel, die auf drei Seiten von Wasser umgeben ist, mit einem Grundriss, der sich kaum verändert hat, seit die Römer hier vor zweitausend Jahren ein Forum errichteten. Die Steine des Forums stehen noch immer dort, unter freiem Himmel im Zentrum der Stadt — an einem Ende eine Säule, am anderen eine mittelalterliche Kirche, direkt auf das antike Fundament gebaut. Die Gassen zwischen dem Forum und der Uferpromenade sind eng, größtenteils Fußgängerzone, gesäumt von venezianischen Fassaden, romanischen Kirchen und jener Art von Alltagsleben — eine Bäckerei, ein Fischhändler, ein Café mit drei Tischen auf dem Gehsteig —, die Zadar wie einen echten Ort und nicht wie eine konservierte Attraktion wirken lässt. An der Uferpromenade Riva wird die Stadt zu etwas ganz anderem. Die von Architekt Nikola Bašić entworfene Meeresorgel nutzt Wellenenergie, die durch Rohre unter den Steinstufen geleitet wird, um einen fortwährenden, sich wandelnden Klang zu erzeugen, der sich mit dem Rhythmus des Meeres verändert. Daneben sammelt der Gruß an die Sonne — eine kreisförmige, bündig ins Pflaster eingelassene Solarinstallation — tagsüber Energie und gibt sie nach Einbruch der Dunkelheit als Lichtspiel wieder ab. Alfred Hitchcock nannte den Sonnenuntergang von Zadar einst den schönsten der Welt. Wer am späten Nachmittag auf der Riva steht, versteht leicht, warum. Ein Stopp in Zadar verlängert Ihre Fahrt um etwa 90 Minuten und eignet sich am besten als erster Stopp nach der Abfahrt aus Plitvice — Ankunft an der Küste zur Mittagszeit, bevor es weiter südwärts nach Split geht. Šibenik: eine mittelalterliche Stadt, geprägt von einer Kathedrale, die sich jeder Erklärung entzieht Šibenik liegt fast genau auf halbem Weg zwischen Zadar und Split und ist mit Abstand die am meisten unterschätzte Stadt an der dalmatinischen Küste. Sie wurde weder von Römern noch von Griechen gegründet — sie wuchs organisch und langsam aus einer kroatischen mittelalterlichen Siedlung auf einem Hügel über dem Kanal, ohne die große imperiale Planung, die andere Küstenstädte prägte. Dieser Ursprung verleiht Šibenik eine Textur, die den bekannteren Stopps manchmal fehlt. Die Jakobskathedrale ist der Grund, warum die meisten Menschen kommen, und sie rechtfertigt jede Minute des Stopps. Als UNESCO-Weltkulturerbe wurde die Kathedrale vollständig aus ineinandergreifenden Steinquadern errichtet — kein Ziegel, kein Mörtel in der Hauptstruktur. Die Kuppel wurde mit einer aus dem Schiffbau entlehnten Technik zusammengesetzt, mit gebogenen Steinplatten, die ohne jede tragende Unterkonstruktion zusammengefügt wurden. Der Bau dauerte über hundert Jahre und beschäftigte drei Architekten. Das Ergebnis ist ein Gebäude, das von außen aussieht, als sei es gewachsen statt gebaut worden. Die 71 in Stein gemeißelten Porträtgesichter rund um den äußeren Sockel sind das einprägsamste Detail der Kathedrale — jedes anders, jedes das reale Gesicht eines Bewohners von Šibenik im 15. Jahrhundert. Oberhalb der Altstadt bietet die Festung St. Michael einen Panoramablick über die Dächer, den Kanal von Šibenik und die verstreuten Inseln des Kornati-Archipels. Die Gassen zwischen der Festung und der Uferpromenade sind ruhig, eng und fast völlig frei von den Souvenirläden, die ähnliche Orte in größeren Küstenstädten füllen. Ein Stopp in Šibenik verlängert Ihre Fahrt um etwa 90 Minuten und eignet sich natürlich als zweiter Stopp — weiter an der Küste, näher an Split, und ein starker Kontrast zur adriatischen Weite von Zadar. Die beiden Stopps ergänzen sich natürlich in dieser Reihenfolge: Zadar als erste Begegnung mit dem Meer nach dem Nationalpark, Šibenik als langsamere, persönlichere Einführung in die dalmatinische Geschichte vor der Ankunft in Split. Ihr Fahrer kennt das Timing und kann Ihnen die beste Kombination entsprechend Ihrer Abfahrt aus Plitvice vorschlagen.


